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Stellungnahme der Ortsgemeinde Griebelschied zur Straßensperrung  vom 15.03.2017

Als Ortsbürgermeister habe ich die Interessen der in Griebelschied wohnenden Bevölkerung zu vertreten. Weder bin ich verantwortlich für die von allen begrüßte Baumaßnahme von Bergen nach Kirn, noch habe ich die Umleitung durch das Hahnenbachtal und über Griebelschied entschieden, geschweige denn die mögliche zeitweise Sperrung der Umleitung durch besagte Krötenwanderung zu verantworten.

In der Vergangenheit erfolgten keine Sperrungen der K 27/K 2 (Strecke Hahnenbach – Griebelschied) wegen Krötenwanderungen, es wurden lediglich Geschwindigkeitsbeschränkungen angeordnet. Da auch die K 30/K 6 (Strecke Kirn - Bergen) wegen Bauarbeiten gesperrt ist, müssen die Einwohner der Gemeinden Bergen, Berschweiler und Griebelschied erhebliche Umwege in Kauf nehmen, um die Stadt Kirn oder die wichtige Verkehrsader B 41 zu erreichen.

Aus diesem Grund hat die Gemeinde Griebelschied, wie andere Ortsgemeinden ebenfalls, im Rahmen des Anhörungsverfahrens des Landesbetriebes Mobilität sich gegen eine Sperrung gewandt.

Nachdem über diese Sperrung am 11.03.  in der Nahe-Zeitung berichtet und hier der Eindruck einer vollständigen Sperrung von 19 Uhr bis 6 Uhr erweckt wurde, stand mein Telefon nicht mehr still. Sämtliche Anrufer, auch aus den besagten Nachbarorten, sahen die Sperrung als nicht erforderlich an.

Die Leser der Nahe-Zeitung konnten sich durch die Presseberichterstattung vom heutigen und gestrigen Tage ein umfassendes Bild von der Situation und den unterschiedlichen Meinungen machen.

Dass bei uns der Naturschutz eine wichtige Rolle spielt, kann man allein daran erkennen, dass die Ortsgemeinde der Sperrung des innerörtlichen Weges „Im Sien“ vorbehaltlos zugestimmt hat.

Für weitere auch mediale Auskünfte stehe ich in der Angelegenheit nicht mehr zur Verfügung.

Herbert Hohmann
Ortsbürgermeister


Für weitere Fragen zur Straßensperrung wenden Sie sich bitte an:
 

Andreas Molter
LandesBetrieb Mobilität Bad Kreuznach
Fachgruppe Bau
Fachteam Zuwendung, Bauhaushalt, Kreis
-Teamleiter-
Eberhard-Anheuser-Straße 4
55543 Bad Kreuznach

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 Bericht aus der Nahe-Zeitung vo 14.03.2017 19:00 Uhr

Tierschützer weisen Vorwürfe zurück

Griebelschied. Die Vollsperrung der K 27 und K 2 zwischen Griebelschied und Hahnenbach in den Nachtstunden wegen Krötenwanderungen erhitzt die Gemüter weiterhin. Nach Griebelschieds Ortsbürgermeister Herbert Hohmann, der die Sperrung der K 27 schlichtweg als überflüssig bezeichnet (die NZ berichtete), beziehen nun die Befürworterinnen und Initiatorinnen der Krötenrettungsaktion, Heike Haberfellner und Ruth Wagner vom Chancenhof in Griebelschied, Position – nicht ganz ohne Sorge, da sie zurzeit eine Menge Unmut und auch Aggressionen abbekommen, was sie beim besten Willen nicht nachvollziehen können.

Heike Haberfellner und Ruth Wagner setzen sich für Tiere ein und kümmern sich seit Jahren um Kröten.  Foto: dpa
Heike Haberfellner und Ruth Wagner setzen sich für Tiere ein und kümmern sich seit Jahren um Kröten.
Foto: dpa

Haberfellner erläutert: „Um Ärger vorzubeugen, bat ich Ortschef Hohmann schon vor Weihnachten, dass er die Bürger vorab informieren soll, dass diese Straßensperrung kommen kann. Nichts passierte. Vor einigen Wochen bat ich ihn erneut, etwas zu tun, da sonst der Ärger programmiert sei und die Schuld auf uns geschoben wird. Nichts passierte. Ich bat ihn erneut, endlich mal eine Rundmail zu schreiben. Nichts passierte.“

Jetzt, da die Bürger nicht nur aus Griebelschied, sondern auch aus Bergen und Berschweiler die NZ-Berichte gelesen haben, nehme die Geschichte Ausmaße an, die „einfach nur enttäuschend und frustrierend“ seien. Haberfellner berichtet: „Die Krötenwanderung hat zwei Tage angehalten, und an den zwei Tagen haben wir mehr als 100 Kröten eingesammelt. Die Straße ist bis heute aus Rücksicht auf die Bürger nicht gesperrt worden. Auch die untere Hälfte der Seitenstraße ,Im Sien' sowie der landwirtschaftliche Weg nicht. Wenn wir so rücksichtslos wie manche Bürger wären, hätten wir sie sperren können, wir haben ja die Genehmigung vom LBM. Wir werden die Straße aber nur sperren, wenn es sehr schlimm ist und die Wanderung auf Hochtouren läuft. Alle, die der Meinung sind, dass wir übertreiben, dürfen gern kommen und sich das Ganze mal ansehen.“

Der LBM habe die Genehmigung erteilt und sei die maßgebliche Institution, die dafür verantwortlich ist: „Nicht wir persönlich. Wir haben uns zwar gefreut darüber, aber diese Freude ist längst verflogen. Zurück bleibt tiefe Traurigkeit.“ Seit acht Jahren sei sie gemeinsam mit Ruth Wagner und gelegentlich anderen Helfern während der Krötenwanderungszeit unterwegs: „Jahrelang haben wir Flyer verteilt, um Verständnis und Hilfe seitens der Bürger gebeten. Es gab keine Hilfe und auch kein Verständnis. Im Gegenteil: Immer wieder kam es zu Situationen, in denen wir fast über den Haufen gefahren wurden.“

Nur durch die Hilfe einer Rechtsanwältin kam Bewegung in die Angelegenheit. „Denn Naturschutz ist nicht die Aufgabe der Bürger und der ehrenamtlichen Helfer, sondern es gibt ein Bundesnaturschutzgesetz.“ Nachdem man jahrelang keine Unterstützung in Griebelschied erhalten habe, wurde schon im vergangenen Jahr, auch um die Gesundheit der Helfer zu schützen, zuerst eine Straßensperrung genehmigt und dann wieder zurückgenommen. Stattdessen wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h Stunde genehmigt, berichten die Frauen: „Auch hier wieder weder Hilfe noch Verständnis. Und schon gar keine Rücksicht. Diese ganze Situation kam in Bad Kreuznach bei dem Termin mit allen Behörden, dem LBM, der die Sitzung einberufen hat, dem Nabu, der Unteren Naturschutzbehörde, der VG Herrstein und der Polizei zur Sprache.“

Der Ortsbürgermeister sei über den Termin informiert gewesen und gebeten worden mitzukommen. Dazu kam es aber nicht: „Dort wäre die Stelle und die Zeit gewesen, als Ortsbürgermeister von Griebelschied Einwände vorzutragen – aber es war ja kein Vertreter der Gemeinde anwesend“, kritisieren Haberfellner und Wagner. Würden mehr Bürger beim Krötensammeln helfen und würde langsamer und rücksichtsvoller gefahren, ließe sich eine Sperrung vermeiden.

Von unserer Redakteurin Vera Müller

Nabu hat Ärger vorausgesagt

Dass die geplanten Absperrungen bestimmt Ärger bringen würden, hatte Rolf Model von der Nabu-Gruppe (Naturschutzbund) Bad Sobernheim schon im Vorfeld prognostiziert. Model findet es lobenswert und edel, wenn sich die beiden Frauen dort im Naturschutz für die Amphibien engagieren. „Leider vermisse ich in Griebelschied das Einverständnis und die Unterstützung der Bevölkerung, wie wir es in Monzingen und Auen dankenswerterweise haben“, betont er.

Da könnten die Griebelschieder sich und den Kindern doch mal die Natur und deren wichtigen Schutz etwas näherbringen. „Wir haben zurzeit schon ein riesiges Artensterben. Da muss es einzusehen sein, dass man für den Artenschutz auch mal im äußersten Notfall einen Umweg machen muss“, sagt der Nabu-Experte. Sollten keine andere Lösung (unten verschlossene Leitplanken) und weitere Lenkmöglichkeiten für die Tiere gefunden werden, halte die Nabu-Ortsgruppe als letzte Maßnahme eine zeitweilige Vollsperrung in einigen Abendstunden für vertretbar und sinnvoll. „Und da diese Straßensperrungen erst bei Dunkelheit stattfinden, wird die angesprochene Metzgerei auch dies überleben“, ist sich Rolf Model sicher. ni

 

 

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Bericht aus der Nahe-Zeitung vom 14.03.2017

 

Straßensperrung sorgt für mächtig Ärger

Hahnenbach/Griebelschied. Die Vollsperrung der K 27 und K 2 zwischen Griebelschied und Hahnenbach in den Nachtstunden wegen Krötenwanderungen sorgt für gewaltigen Ärger. Griebelschieds Ortsbürgermeister Herbert Hohmann bezeichnet die Sperrung der K 27 schlichtweg als überflüssig.

Ortsbürgermeister Herbert Hohmann hält die Tempobegrenzung auf 30 Kilometer die Stunde und den massiven und gut aufgebauten Krötenzaun für völlig ausreichend. Die Vollsperrung sei dagegen nicht sinnvoll.  Foto: Sebastian Schmitt
Ortsbürgermeister Herbert Hohmann hält die Tempobegrenzung auf 30 Kilometer die Stunde und den massiven und gut aufgebauten Krötenzaun für völlig ausreichend. Die Vollsperrung sei dagegen nicht sinnvoll.
Foto: Sebastian Schmitt

Sie zwinge die Einwohner von Bergen und Griebelschied zu enormen Umwegen. Mit dieser Meinung ist Hohmann nicht allein. Auch zahlreiche Bürger der Ortsgemeinden Bergen und Berschweiler meldeten sich bei ihm und bekundeten ihren Unmut. „Telefon und Türklingel stehen nicht mehr still, ich gebe den Bürgern in allen Belangen recht. Durch die Sperrung der Straße von Kirn nach Bergen ist dies die Hauptumleitungsstrecke. Diese ebenfalls zu sperren, ist Wahnsinn“, sagt Hohmann.

Als Befürworter und Gedankengeber der Krötenrettungsaktion zählen Heike Haberfellner und Ruth Wagner vom Chancenhof in Griebelschied. Sie leben seit acht Jahren in der 170-Einwohner-Gemeinde Griebelschied, nehmen auf ihrem Bauernhof verstoßene und kranke oder „unnütze“ Tiere auf und ermöglichen ihnen noch einige schöne Jahre. Aktuell leben rund 20 Tiere auf dem Hof: Ziegen, Pferde, Schweine, Hasen, Katzen und ein Hund.

Heike Haberfellner bezeichnet dies als Lebensaufgabe. In den Monaten März und April ist sie bei den Krötenwanderungen sehr aktiv. „Dann setzen wir schon mal Hunderte Tiere in einer Nacht über die Straße. Aber leider nehmen die Autofahrer keinerlei Rücksicht und halten ihr Tempo bei. Wir können aus diesem Grund auch keine Kinder mehr bei der Krötenrettung mitnehmen. Die Fahrweise der uneinsichtigen Verkehrsteilnehmer ist zu gefährlich. Mittlerweile scheint es, als wäre der gesamte Ort einschließlich der Nachbargemeinden gegen uns, obwohl die Straße noch kein einziges Mal gesperrt wurde“, erläutert Haberfellner ihre Ansicht.

Am Freitag gab es einen Ortstermin am Weiher in Griebelschied. Die Kirner Straßenmeisterei errichtete mit einer Kolonne einen 100 Meter langen, 60 Zentimeter hohen und bis zu 15 Zentimeter tief in die Erde eingegrabenen Krötenschutzzaun. Nach ersten Planungen sollte dieser 500 Meter lang werden, aber mit 100 Metern gaben sich die Vertreter des Naturschutzbundes (Nabu) zufrieden. Die Tierschützerinnen erhielten eine Einweisung über das korrekte Sperren der Kreisstraße. „Der Landesbetrieb Mobilität hat an der Brücke in Hahnenbach, am Weiher und an der Kreuzung von K 26  und K  7 Straßensperrschilder am Straßenrand positioniert, aber nicht aktiviert. Im Bedarfsfall sollen die Frauen die Straße sperren und den Kröten das Leben retten“, schildert Ortsbürgermeister Herbert Hohmann.

Am Freitagabend wurde dieses Thema bei einer Bürgerversammlung mit weiteren Ortsbürgermeistern der Nachbargemeinden heiß diskutiert: Warum einen Krötenzaun und eine Sperrung?, fragten sich die Beteiligten. „Ich bin seit 23 Jahren Ortsbürgermeister. Es gab noch nie eine krötenbedingte Sperrung, trotzdem gibt es immer noch unzählige dieser Erdkröten. Auf einmal bekommen wir noch eine Krötenplage, wenn wir sie alle retten“, sagte Hohmann. Der Bürgermeister plädiert dafür, die Kirche im Dorf zu lassen. „Wir haben eine Metzgerei, die lebt vom Durchgangsverkehr“, begründet er.

Von unserem Mitarbeiter Sebastian Schmitt

Amphibienwanderung: K 2 und K 27 werden nachts voll gesperrt

 

Naturschutz und Sicherheit gehen vor

 

VG Kirn-Land. Die als Umfahrungsstrecke für die Baumaßnahme K 6 / K 30 zwischen Bergen und Kirn vorgesehenen Kreisstraßen K 2 und K 27 zwischen Griebelschied und Hahnenbach werden aufgrund der nun einsetzenden Amphibienwanderungen in den Nachtstunden zwischen 19 und 6 Uhr voll gesperrt.

 

 

 

 

 

Bedingt durch die stärkere Verkehrsbelastung infolge der Ausweisung als  Umleitungstrecke ist die Vollsperrung aus Gründen des Naturschutzes aber auch der Sicherheit für die ehrenamtlichen Helfer erforderlich.

 

 In den Nachtstunden führt die Umleitungsstrecke über Sonnschied bis zur L 182.

 

Der Landesbetrieb Mobilität Bad Kreuznach bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

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